La Vela Puerca - Schweinerock aus Uruguay - als Latin SKA angekündigt...
La Vela Puerca - Schweinerock aus Uruguay - als Latin SKA angekündigt... La Vela Puerca live am 02.04.2003 im Cafe Kult, München.
La Vela Puerca
„Die
Latin
Ska
Band
aus
Uruguay schlechthin. In ihrem Heimatland haben sie
mit
ihrem zweiten Album "Bichos Y Flores" bereits Doppelplatin erreicht. Im
Frühjahr werden sie zum ersten Mal nach Europa kommen!“
So wurde die Band
überall
angekündigt...
Paraguay-Uruguay-Hirschguay
-oder so ähnlich
hab ich mir gedacht als ich dann tatsächlich die Band „La Vela
Puerca„
aus Montevideo, gesehen habe.
Aufgrund der
Vorankündigung
war ich nicht darauf gefasst, Vertreter des „NEW URUGUAYAN ROCK“ zu
hören.
Statt dessen dachte ich bei der Vorankündigung an typischen
melodiösen
Latin Ska wie ihn beispielsweise Desorden Publico oder Malarians
spielen.
Die Band mischt in einigen
Liedern gitarrenbetonten aggressiven Punkrock, wie man ihn in
Länder
wie Argentinien und Chile öfters zu hören bekommt, mit Reggae
und auch folkloristischen Elementen. Als Ska-Band würde ich die
selbstverständlich
in spanisch singende Band „La Vela Puerca“ nicht unbedingt bezeichnen,
da sie in erster Linie Schweinerock mit verschiedenen zusätzlichen
Stilelementen spielen, ein zwei Reggaelieder dahinträllern und
ansonsten
von Ska fast nichts zu hören ist. Crossover-Street-Rockband
würde
die Band schon besser umschreiben, wobei dabei natürlich
untergehen
würde, dass sie zwischen den Schrammelliedern auch erholsame
Reggaestücke
spielten. Der Sound ist auf alle Fälle etwa wie das Leben in
Südamerikas
Großstädten - zwischen Lärm, Frust, Aggressivität,
Melancholie, Spaß und Rausch - dazu manchmal auch noch ein
Bisschen
Rhythmus, den sie sich vermutlich von Ausflügen ans Meer oder aufs
Land mitgebracht hatten. Mit viel Gefühl und nie Langweilig, um es
mal positiv zu beschreiben...
Wer das Album
„Calavera“
und die übrigen Lieder von der Band „Los Fabulosis Cadillacs“
kennt,
Phantasie hat und den durchgeknallten Sound der CD Calavera mit 10% der
melodiösen Liedern mischt kann sich ungefähr vorstellen wie
das
Konzert war.
Das Aussehen der Band hat mich an etwas bekifft aussehende Chilenen erinnert, die in Ländern wie zum Beispiel Ecuador Schmuck und andere künstlerische Dinge in verkaufen um so in ganz Lateinamerika eine Art Zigeunerleben zwischen Kunst und Rausch führen. Der Sound und das Wildschwein am Strand, das die CD ziert passen auf alle Fälle 100%tig zur Band.
Insgesamt denke ich mir,
dass ich vermutlich von der Band begeistert gewesen wäre, wenn sie
das Konzert anders angekündigt hätten. Leider hab ich mir
keine
CD gekauft, um den Sound nochmals zu analysieren
