KARAMELO SANTO - Latin Ska aus Argentinien

KARAMELO SANTO: "Los Guachos"
Karamelo Santo
www.karamelosanto.com.ar/ – Hier gibt es mp3 von älteren Liedern der Band - von ihnen selbst ins Netz gestellt
UER004, Distribution: EFA CD-23504, Die Übersee-CD des Jahres 2003...

Als ich den Sampler von  Übersee-Records gehört hatte war ich total begeistert. Nun ist Anfang Mai 2003 endlich die beste der Bands mit einer CD bei Übersee-Records rausgekommen. Ich musste jedoch lange im Müller-Markt suchen, da die CD weder wie den Sampler unter Independent, noch unter Argentinien zu finden war. Letztlich fand ich sie dann unter interessanter Latin Pop versteckt, was der CD absolut nicht gerecht wird. Das (schein) Heilige Guadl (Guadl Bairisch = Bonbon) aus der argentinischen Weinregion spielt genau den Sound, auf den ich Stehe – Latin Ska vom Feinsten...


Hier ist das 6-teilige Interview in spanisch zum Downloaden(ganz nüchtern war ich nicht mehr...)
mein Spanisch ist dementsprechend unter aller Sau:
Aqui esta la entrevista en seis partes para bajar:


Karamelo Santo laden zum Konzert
Es ist allerdings auch nicht einfach Karamelo Santo in eine Schublade zu zwängen, da man einen derart unterschiedlichen und kurzweiligen Sound selten bis nie findet. Karamelo Santo spielen Ska und Reggae, teilweise mir Raggamuffin bzw. Rap und Punk gemischt. Einige der Lieder gehen hingegen eher in die Richtung Cumbia und Salsa, was für Puristen des Ska vermutlich etwas seltsam klingt, jedoch sehr gut zusammenpasst, da Cumbia und Salsa ihre Wurzeln ebenso im farbigen Teil der Karibik haben wie Reggae und Ska. -Wie heißt es so schön im Lied der Venezolanischen Band Desorden Publico: „Afrika regresa a Caribe...“
 
Karamelo Santo Drum
Karamelo Santo wurde im Dezember 1992 in Mendoza, Argentiniens größten Weinhauptstadt gegründet. Sie haben als Ska-Band der 3ten Welle bereits im März 1993 mit einer Coverversion von „Lip Up Fatty“ ("Baila Gordito" – tanze Dickerchen...) vom schwergewichtigen „Fatty“ Buster Bloodfessel von den Bad Manners gezeigt, wo sie eine ihrer Wurzeln sehen.
  Karamelo Santo el diablito
  Wie viele Bands Lateinamerikas haben sie dem Sound jedoch bald lateinamerikanische Klänge und Traditionen beigemischt, wodurch sie ihre eigene Note bekamen.
Im September 1993 nahm Karamelo Santo dann in Mendoza dann 14 Lieder auf, die unter dem Titel "La  Kulebra" (die Schlange) zuerst auf Kassette, und ein halbes Jahr später mit drei zusätzlichen Liedern auf CD erschien. Wer mehr von Ihren Roots kann sich von ihre eigenen Piraten Seite mp3 runterladen, die einem Appetit auf mehr machen.


Die KARAMELO SANTO CD "Los Guachos" im Einzelnen:
(Bin leider nicht fertig geworden...)
Karamelo Santo bei Amazon.de anhören/ansehen

karamelo santo guachos


1. Negro (Laurel Aitken)
Mit „Negro“ huldigen Karamelo Santo dem Godfather of Ska, Laurel Aitken, der auf seine alten Tage mir einer Spanischen Band aus der Nähe Madrids seine erste spanischsprachige SKA-CD herausbrachte. Er gedachte mit dieser CD seinen Cubanischen Wurzeln...
Die Version von Karamelo Santo ist jedoch keine eins zu eins Kopie sondern wechselt zwischen gemütlichen Ska und heftigen Raggamuffin.

2. Los Guachos
siehe Sampler

3. Nunca
Wer wissen will was Cumbia ist, sollte sich das Lied anhören in dem sie romantischen kolumbianischen Cumbia mit Rap-einlagen spielen. Vermutlich ist das Lied ihrer Mamita gewidmet.
4. Balas
5. Guerrillero
6. La Picadura
7. El Reo
Wegen dem Lied alleine hätte ich mir die CD schon gekauft. Die Bande zwischen Spanien und seinen ehemaligen Provinzen sind doch stärker als ich gedacht hatte. Es spielt ein Typ von der baskischen Mariachi Band „Cojon Prieto Y Los Huajolotes“ aus Pamplona (Navarra) mit, die Anfang der 90er Jahre aus der Punk Band „Tijuana in Blue“ hervorgegangen sind und radikale baskische Texte mit mexikanischem Mariachi spielten.

8. Pandita de Amor
9. Jarillero
10. Cuando te Recuerdo
11. La Kalor
12. Down
13. Niño de Fuego
14. Angelito
15. Guerrillero (Remix)
16. Nunca (Sonidero Mix)
17. Nunca (Versión Videoclip)
 
 
 
 

KARAMELO SANTO konzi

17.06.03 D München / Kafe Kult
SAMSTAG, 12.07.03 D München / Kafe Kult
Karamelo Santo life

Nachdem für mich „La Vela Puerca“ zumindest Ska-technisch ein ziemlicher Reinfall war, schwang ich mich mit einiger Skepsis auf mein Fahrrad um Karamelo Santo im Kafé Kult zu sehen. Wie zumindest alle Münchner wissen dürften hat das Kafé Kult den Vorteil, dass dortige Konzerte mit ca. 7 € billig sind, die Bands jedoch auch unter der Woche erst ab ca. 23 Uhr spielen, und die öffentliche An- und Abfahrt ein Fiasko ist und man deshalb am besten mit dem Fahrrad fährt. Die selten fahrenden „Busse“ die das Kafé Kult ansteuern sind abends meist nur Neunsitzer.

Vorsichtshalber habe ich mir schon die Karamelo Santo CD angehört und musste sie mir dabei gleich kaufen, da sie genial ist und ich mir unter Latin Ska genau diesen Sound vorstelle – melodiöser Ska mit verschiedenen südamerikanischen und karibischen Rhythmen sowie Punk und anderen Einflüssen angereichert. Manchmal weiß man jedoch nicht ob eine Band live genau so gut spielt, wie sie auf Konserve rüber kommen – insbesondere wenn so viele Gastsänger mitspielen wie auf der CD von  Karamelo Santo.
Zum Glück habe ich vor dem Konzert einen alten Spezi getroffen, der mir begeistert von dem Karamelo Santo Konzert vor einem Jahr erzählt hatte, das ich vermutlich urlaubstechnisch verpasst hatte.
Ansonsten wäre mir beim Ansehen ihrer Rasta-Zozen vermutlich erst einmal das Gesicht eingefroren, da man die Mitglieder von Karamelo Santo leicht mit der Band La Vela Puerca verwechseln könnte.


Karamelo Santo latin ska cumbia fusion

Die siebenköpfige Band spielte jedoch auch live absoluten Spitzensound. Es ist selten, dass man ein so mitreißendes Konzert sieht. Es wurde von langsamen Reggae über schnellen, von Raggamuffin und Punk beeinflussten Ska bis hin zu südamerikanischem Cumbia, Salsa und andere Latino Volksmusik gespielt. Sie schafften es schnelle und harte Lieder so gekonnt zu spielen, dass es super klang und glitten nie in Chilenisches oder argentinisches Geschrammel ab. Gleichzeitig konnten sich weder das typische Rasta-Zozen Publikum, das immer auf Konzerten im Kafé Kult ist ruhig halten noch die wenigen Ska Fans. So seltsam diese Mischung klingt, die Karamelo Santo präsentieren, so sehr geht sie einem in alle Glieder (auch bei Frauen...). Selbst das Mariachi Lied, bei dem auf der Platte ein Mitglied der ehemaligen baskischen Mariachi Band Cojon Prieto y los Huajolotes mitspielt kommt so rüber, dass Leute mit den unterschiedlichsten Geschmäckern begeistert mittanzen. Ein Freund von mir, den inzwischen Konzerte meist langweilen meinte, dass dies eines der genialsten Konzis überhaupt war. Dem kann ich nur beipflichten und sehe sie mir natürlich wenn sie am 12.07.03 im Gleis 1 in Unterscheißheim spielen gleich noch einmal an. Ich kann jedem nur empfehlen sich die Band anzusehen, da Karamelo Santo eine wirklich explosive Mischung spielen, die man nur schwer in Worte fassen kann. Wie heißt`s so in der Kaffee Werbung – alle Zutaten  aus dem Hochlands Südamerikas gemischt mit der Leichtigkeit und dem Rhythmus der Karibik und der Energie Mexikos. – OK, die Werbung war etwas anders, aber was soll`s...
NIX WIE HIN...
 

"Echte Übersee Records - Finest Latino Ska And Punk From The Americas"
5,49 Euro!!!

Für mich die CD des Jahres 2002.
Eine Mischung verschiedener Ska und Punk Bands aus dem spanischsprachigem lateinamerika, die für Freunde der Ska Musik ein absolutes Muss sein sollte um auch bei Latin Ska mitzusprechen.
Bereits als ich die Beschreibungen im Internet gelesen hatte war ich ganz scharf auf die CD, da eine interessante Latin Ska CD zum Nice Price angekündigt wurde. ich bin also losgegangen und wurde im Müller Markt fündig. Bei 5,49 Euro habe ich mir das Anhören gespart und wurde nicht enttäuscht. das ist endlich einmal eine CD bei der das Preis- Leistungsverhältnis mehr als passt. Wäre die Plattenindustrie mit den Musiksüchtigen immer so großzügig, könnten sie auf`s selbst Brennen verzichten. Bis jetzt kannte ich nur die Bands „Los Calzones Rotos“ und „Wahala“. Dass man etwas versäumt hat, merkt man immer erst später.
Nur schade, dass die „Los Pasajeros“ aus Caracas nicht dabei waren. Vermutlich gibt es zu viele unbekannte Ska / Punk Bands in Südamerika, die man nicht alle auf einen Sampler bringen kann.
Auffallen tut mir, dass es anscheinend in Mexiko und Argentinien die meisten Bands gibt. Es kann natürlich auch sein, dass Bands aus Ländern wie z. B. Kolumbien einfach nicht die Chance haben bekannt zu werden, weil die Infrastruktur und das nötige Geld fehlt um Platten aufzunehmen.

1.      Karamelo Santo - Los Guachos (Mendoza / Argentinien)
Die CD beginnt kurzweilig und doch melodiös mit dem heiligen Bonbon, das mit einer scheinheilige argentinische Mischung aus Ska und südamerikanischen Volksmusik beginnt um dann nach und nach in Raggamuffin überzugehen. Wenn man fies ist, könnte man sagen, es Klingt sei die Band eine Fusion aus Manu Chao und Los Fabulosis Cadillacs mit einer Band, die ich nicht einordnen kann. Da mir das Lied aber zu gut gefällt bin ich nicht fies...

2.      Los Calzones - Ji Ji Ji (Buenos Aires / Argentinien)
Weiter geht`s mit den Unterhosen, die sich von den kaputten Unterhosen (Calzones Rotos) zu den Unterhosen gemausert haben. Sie spielen frischen teils etwas dramatischen, teils frischen Ska mit Chor. Während die kaputten Unterhosen sich auf einen Sänger mit Unterstützung eines Chor beschränkten, wechseln die Unterhosen in diesem Lied öfters den Stil und die Geschwindigkeit. Ob Nacht des Kristalls, von der sie singen etwas mit der Reichskristallnacht zu tun hat weiß ich nicht. Zwischen drinnen hab ich nur noch was fetzen von blind und Augen öffnen verstanden...

3.      SDZ aka Ska DaddyZ - Rude Boyz  (Oxnard / Californien)
Die Band aus Amiland wurde vermutlich mit auf die CD genommen, da es sich um ausgewanderte Latinos handelt. Mit einer Mischung aus typischem Ami-Skacore und einem latino mäßigen Trompetensound passt der Sound durchaus zum Rest, wenn auch der Text etwas oft wiederholt wird.

4.      Un Kuartito – La Postal  (Buenos Aires / Argentinien)
Frischer schnörkelloser und melodiöser Latin Ska mit Chor, aus dem im letzten Moment in Form einer fiesen Stimme und gewaltigem Schlagzeug der Hass Lateinamerika entspringen zu scheint...

5.      Amalafa - Son para mi Corizón (Tijuana / Mexiko)
Ständiger Wechsel von Stimme und Sound zwischen fast schon schnulzigem trompetengeladenem und fiesem fast schon punkigem Latino Ska mit Volksmusikeinflüssen.

6.      Tokadiscos - Cabaret (Ensenada / Mexiko)
Das etwas fiese Lied, das ebenfalls ständig die Geschwindigkeit wechselt ist ein absoluter Ohrwurm und verleitet an manchen Stellen zum Mitgrölen. Zwischen Melodiösem Latino Ska und fast schon zu weichem volksmusikähnlichem Sound DER Ohrwurm.
 

7. Wahala - Victimas sin Razon  (Caracas / Venezuela)
Eine venezolanische Ska Band darf natürlich nicht fehlen, wenn eine Latin Ska Compilation rauskommt. Schneller melodiöser Latino Ska, der gut zum Rest der CD passt. Das Lied ist zwar gut, allerdings hab` ich im Internet interessantere Lieder von der Band gefunden...
Schade, dass ich erst jetzt von der Band höre, wo ich das Gefühl habe, dass sie sich schon aufgelöste haben, da ihre Seite(www.wahala.com) nicht mehr online ist. Vor 1 ½ Jahren hatten sie mir Links mit mp3`s geschickt, die ich aufgrund meine Computercrash nicht anhören konnte.
Laut Übersee Records ist die CD erst kürzlich rausgekommen. Da muss ich unbedingt mal bei World Musical Madness nachhaken...

8.      Futuro Incierto - Cero Lineas  (Lima / Peru)
Melodiöse Mischung aus latino Punk und  Rock.

9.      Los Dryheavers - Borracho y Agresivo  (Watsonville / Californien)
Wie der Titel betrunken und aggressiv schon vermuten lässt spielt die Band einfachen aggressiven Punkrock.

10.     Tokadiscos - Charlie el Ratoncito (Ensenada / Mexico)
Anfangs etwas langsamer Ska, der natürlich während des Lieds doppelt so schnell wird um dann wieder für kurze Zeit ruhig zu werden.

11. Amalafa - Queramé tu Sepultura (Tijuana / Mexico)
Anfangs hatte ich das Gefühl, dass ich die Stimme bereits von einer venezolanischen Band kenne, aber da muss ich mich wohl getäuscht haben. Reggae goes Latino Ska...

12. Karamelo Santo - Niño de Fuego  (Mendoza / Argentina)
Schneller , fast schon fieser und doch immer wieder sehr melodiöser Latin Ska, der mit dem ersten Lied nichts weiter zu tun hat als dass der Sound (auf andere Art) super ist. Vermutlich über so asoziale Dinge wie dem Gespenst der Globalisation...

13.     Los Calzones - La Calle es su Lugar  (Buenos Aires / Argentina)
Leicht getragener rockiger Ska, der zeigen soll, dass die Unterhosen durchaus anders können, als immer den gleichen positiven Ska mit Chor zu singen. Gefällt mir persönlich nicht so gut, soll aber vermutlich die Vielfältigkeit zeigen.

14.     Jai Alai - Marcada por la Luz (Buenos Aires / Argentina)
Einfacher, schneller Latino Punk mit schöner Frauenstimme.

15. Los Dryheavers - Lugar Favorito (Watsonville / Californien)
Nicht ganz so aggressiver Punk, wie das neunte Lied. Mit rauer und gemeiner Stimme. Im Vergleich zum Rest nicht so bombastisch...

16.     Un Kuartito - Armando  (Buenos Aires / Argentinia)
Latino Raggamuffin, der schön langsam zu Ska wird, um wieder zum Ragga zurückkehrt. Sehr kurzweilige Band, die auf CD bestimmt eine interessante Mischung zu bieten hat.

17.     Zaperoco Sound System - Malabar   (Caracas / Venezuela)
Rhytmischer Sound System Ska – was ich damit meine weiß ich selbst nicht.

Skinhead at the Ska concert


 

Timm Burkhardt München Munich 2-tone.de SKA

Jetzt suchen:
Amazon-Logo