SKALARIAK
Elusive Forces
Santeria
Nachdem mir immer mehr gesagt wird
ich
sei eine faule Sau, weil ich kaum
mehr etwas schreibe ist es wohl am
besten ich schreib sofort, weil ich`s
sonst eh wieder vergesse. Ich habe
es also doch geschafft mich als werdender
Vater aus meinem Sessel zu erheben
um zu einem Ska Konzert zu gehen.
Als ich Richtung Feierwerk ging fielen
mir bereits drei seltsame Gestalten
auf die in die gleiche Richtung wie
ich gingen. Jeder für sich mit cooler,
fast bis zu den Kniescheiben
hängender
Hose und dem linksintellektuellem
schüchternem Blick Richtung Boden.
Dieser "Na ja, die Welt ist schlecht und
rassistisch, ich bin gut weil ich Marx
lese, kommunistisch und gebildet bin
- zum Glück gibt`s ja mich, den
Weltverbesserer" Blick zur Mutter Erde halt.
Als ich den mit 9 EUR
erwartungsgemäß
niedrigen Eintritt entrichtet hatte
ging ich an seltsamen politischen
Infoständen
vorbei. Irgendwie passen
politische Infostände ja nicht
so richtig zu einem Ska Konzert. Ich schaute
mir dann noch den Stand von Skalariak
an, worauf ich gleich mit drei
Aufklebern der Band belohnt wurde.
Mein erster Weg war dann wie immer
der,
zu dem netten kleinem Cafe im
hinteren Teil des Feierwerks.
Leider haben sie dort immer noch Eiterbier ,
das irgendwo aus dem Erdinger Moos
stammt, nach Erdinger Moos schmeckt und
dessen Auswirkung mir momentan immer
noch Kopfschmerzen bereitet.
Falls dieser Artikel Brechreize
auslöst
so schiebe ich es hiermit auf das
Eiterbier.
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Santeria
(München)
Als erste Band trat Santeria auf, die
ich bis jetzt lediglich vom Download
aus dem Internet kannte. Aufgrund der
Werbung, die sie auf ihrer
zugegebenermaßen tollen Seite
machten glaubte ich, ich würde brasilianisch
angehauchten Ska serviert bekommen.
Schlecht war die Band ja nicht aber auch
nicht gut.
Die noch sehr junge und damit
ausbaufähige
Kapelle spielten mehr Reggae und
Raggamuffin als Ska, was durchaus
interessant
sein kann, wenn es gut gemacht
ist. Ich dachte mir nur die ganze Zeit,
dass irgend etwas fehlt. Anscheinend
merkten sie das selbst und sagten,
dass sie unbedingt jemand suchen der für
sie bläst, da sich Musik mit
karibischem
Ursprung ohne Bläser scheiße
anhört. Um nicht missverstanden
zu werden erklärten sie, dass sie einen
Posaunisten, Trompeter, Saxophonisten
oder ähnliches suchen.
Januar 2005: Santeria hat inzwischen
Bläser und man wird sie hoffentlich 2005 und die folgenden Jahren
öfters sehen.
Wer ab diesem Zeitpunkt zu Santeria
geht wird vermutlich den vollen Sound des Ska hören...

März 2005:
Endlich
konnte ich eine Demo CD von Santeria feat. The Porn Horns hören,
auf
der Sie feinsten Ska mit sehr schönen Blechinstrumenten spielen.
Mit Posaunisten, Trompeter und
Saxophonisten hört sich Santeria richtig gut an.
Vom Stil der Lieder würde ich sagen, dass es sich um schnellen Ska, der mit Einflüssen von Ragga Muffin und einem Schuss latino-typischen Klängen verfeinert wurde handelt. Was mir besonders gut an den drei Stücken, von denen eines den Titel „Boxenluder“ hatte gefiel war der Wechsel der Geschwindigkeiten und die teilweise mit der Geschwindigkeit wechselnden unterschiedlichen Sprachen innerhalb des Boxenluders. Santeria hört sich trotz der texte, die teilweise auch auf Deutsch gesungen werden nicht wie die typischen deutschen Ska Bands mit Polka bzw. Volksmusik Einschlag sondern doch eher nach einer der vielen südamerikanischen Ska Bands an, die alle mögliche Richtungen fusionieren und damit melodiösen abwechslungsreichen Karibik Sound mit 2-tone Ska mischen. Jetzt muss ich mir Santeria nur noch einmal live anhören...
Bandmitglieder
Paradizer - Vocals
Kongo Joe - Bass
Sebi - Keyboards
Don Bepone - Gitarre
Fabe - Drums
Simon - Trompete
Simone - Saxophon
Stoffl - Saxophon
Marcel - Posaune
http://www.santeria-online.com (Munich)

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Elusive Forces
Die zweite Band war da schon etwas
besser. Es kannte sie zwar keine alte Sau
und auch der Name (Exlusive Forces?)
war ziemlich beschissen aber dafür war
der Sound um einiges ausgereifter.
Die Hauptprobleme lagen bei dieser Gruppe
eher am sich Verkaufen. Es fehlte
einfach
die nötige Ausstrahlung, die
selbst die Rastazozen des
Hauptsängers
nicht wettmachen konnten. Sie sahen
aus als hätten sie nur die Reste
aus der Altkleidersammlung abbekommen. Bis
auf den Sänger waren ihre
Haarprachten
auch eher eines Couchpotatoes wie ich
es inzwischen bin, als der von
Mitgliedern
einer Band würdig. Dazu kam noch,
dass sie sich kaum mehr als im Studio
bei Aufnahmen bewegten. Vielleicht
müssen sie ja nur mal zu einem
Sängerwettbewerb wie sie ja momentan aus
allen Fernsehkanälen quillen
gehen.
Der letzte Kommentar des Ernesto "CHE"
Verschnitts war dann sehr trollig.
Na ja, Che Guevara war schließlich auch
aus höherem Haus wie vermutlich
auch einige der Starnberger Musikkapelle.
Vom Sound her konnten sie sich auf
alle Fälle sehen oder besser hören
lassen.
Nachtrag zu Elusive
Forces:
Es war im Januar,
als mir einer der Musiker von Elusive Forces eine E-Mail schrieb, in
der er sich bitterböse über meinen Konzertbericht beschwert
hatte. Es
ging schon damit los, dass ich den Titel der Band falsch geschrieben
hatte. Er schrieb, mein Bericht über das Konzert sei subjektiv und
arrogant gewesen. Elusive Forces hätte das erste Mal vor einem so
großem Publikum gespielt, was etwas gewöhnungsbedürftig
ist.
Es tut mir natürlich leid, dass ich den Namen von Elusive Forces kontinuierlich falsch geschrieben hatte, aber den Name von Elusive Forces war mir leider nicht mehr ganz in Erinnerung, was ich mit dem Fragezeichen hinter dem Bandnamen bereits vorsichtig andeutete. Ebenso will ich mich hiermit ganz offiziell über die nicht ganz nette Konzertkritik entschuldigen.
Wenn ich etwas schreibe, so ist es immer subjektiv, da ich nur meine persönliche Meinung bzw. meinen persönlichen Geschmack vertrete. Ich denke, und hoffe, dass Elusive Forces noch öfters auf der Bühne zu sehen sein wird, wodurch sie sicherlich lernen werden sich als Gesamtkunstwerk zu verkaufen. Ich muss zugeben, dass es um einiges leichter ist zu kritisieren als selbst etwas zu machen. Auf der Bühne würde ich sicherlich eine ganz schlechte Figur machen. Die Musik von Elusive Forces fand ich gut, was eigentlich das Wichtigste an einer Konzertkritik sein sollte.
Wer mit dem Namen googelt wird schnell ein paar Lieder auf mp3 von Elusive Forces im Internet aufstöbern.
http://www.elusive-forces.de/news.htm
Termine?
8.4
Feierwerk
13.4 Salon Erna, optimol werke
Mittwoch,
13.4. Salon Erna, Optimolwerke
Einlass um 8, wir spielen um halb 11!
22.4 JUZ Sta
30.4 Feierwerk
23.7 Tiny town festival, garmisch
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SKALARIAK
Den Hauptakt kannte ich nur von
verschiedenen
Samplern oder
Compilationen(Latin Ska und ...), auf
denen sie immer in Ihrer baskischen
Landessprache sangen. Wie man es von
einer baskischen Band erwartet sind sie
linksradikal und gleichzeitig
supernationalistisch,
was für Deutsche
unvorstellbar ist. Sie spielten
schnellen
witzigen Ska und machten auch eine
sehr gute Bühnenshow, wie es sich
für
eine mehr oder weniger professionelle
Ska Band gehört. Es ist zwar nicht
fair sie mit einer anderen Band zu
vergleichen aber sie hatten in etwa
die Ausstrahlung und den mit reißenden
Charm von Bands wie SKA-P. Schnell
und dabei noch melodiös zu sein ist
einfach genial. Das einzige, was mich
an Baskischen Bands etwas stört ist
ihr extremer Nationalismus, der
eigentlich
nicht unbedingt zu Ska- Musik
gehört. Bei Skalariak merkte man
jedoch wenig davon, weil sie einfach nur
spielten und Baskisch außer den
Basken selbst sowieso keine alte Sau
versteht. Sie spielen fröhlich
ihre Nationalistischen Lieder ohne dass man
es merkt, was ich dann doch wieder
cool finde.
Alles in Allem waren die Bands ihr
Geld
locker wert.
Im Nachhinein finde ich es nur schade,
dass ich keine Fotos gemacht habe.
Vielleicht hätte ich ja wieder
einen Schnappschuss vom Woidda machen
können, der für so etwas
ja immer gut ist.
Um wieder auf den Infostand irgend
welcher
linken Gruppierungen
zurückzukommen. Es sah so aus
als sei die Tour oder zumindest das Konzert
von denen organisiert worden wäre.
Irgendwie ist es schon witzig, dass sie
sich für eine nationalistische
Band einsetzen nur weil es Basken sind. Ich
würde ganz gerne mal die selben
(meist preußischen) Hanswursten sagen würden
wenn jemand behauptet er sei links
und gleichzeitig national bairisch
eingestellt. Ich denke mir, dass dieses
intellektuelle Geschwerl ihre Bibel,
über den Klassenkampf zitieren
würden um einem zu erklären, dass
Nationalismus nicht mit der Idee des
Sozialismus/Kommunismus vereinbar sind.
Bin dafür dass wir mal so zum
Spaß für ein freies linkes Bayern
demonstrieren und sie einladen
mitzumarschieren.
Mal schauen was die linken
und rechten Kasperlköpfe dazu
sagen würden.
Eigentlich sollten einem ja der
nationale
Schmarrn egal sein weil wir ja
Menschen unter Menschen sein sollten
aber was soll`s. Ich werde die Welt
ebenso wenig verbessern wie irgend
welche Leute die meinen sie müssten sich
einer Partei anschließen und
jedem die Parteilinie auf`s Auge drücken. Das
Konzert von Skalariak war super und
sie hatten ihre meines Erachtens etwas
irrwitzige politische Einstellung
locker
rübergebracht ohne dabei
aufdringlich zu sein. Politische
Stände
auf Ska Konzerten finde ich einfach
nur nervig. Wer Ska hört ist
normalerweise
gegen Rechts, und hat ein Recht
auf Spaß - und den hat man nur
bei Ideologiefreien Konzerten.
PUNKT
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Falls mir jemand CD`s schicken will: Timm
Burkhardt |